Ich möchte in diesem Jahr nur positive Nachrichten hören und auch nur Positives teilen. Das ist der Plan. Es geht hier nicht um die rosa Brille aber Negativität und Mauler haben wir genug um uns herum und das macht die Sache auch nicht besser. Daher soll es hier um die Chancen der hybriden Arbeitswelt gehen, denn davon gibt es Einige. Hybrides Arbeiten kann sehr viel Positives haben, sobald es auf die passende Kultur als Basis trifft.

Wie immer, wird im Hinblick auf hybrides Arbeiten zunächst das Negative diskutiert. So kann die Firmenkultur, wie besonders auch das Wir-Gefühl, darunter leiden, dass sich die Menschen nicht mehr so oft sehen wie früher. Zugegeben: kann sein. Aber es kommt auch darauf an. Dagegen würde ich halten, dass das Arbeiten merklich bunter wird unter hybriden Arbeitsbedingungen. Menschen an weiter entfernten Standorten oder in anderen Ländern können mitmachen, andere Tools dürfen benutzt werden und eine völlig neue Perspektive für jeden einzelnen Mitarbeitenden ist drin.

 

Arbeiten wandelt sich ständig

Vielleicht kann man sogar noch einen Schritt weitergehen. Ich würde wagen, zu behaupten, dass Menschen, die gut mit Wandel umgehen können und diesem positiv gegenüberstehen, genauso wie Unternehmen, die ständig an sich arbeiten und sich wandeln, in Zukunft die besseren Aussichten auf Erfolg haben werden. Es geht also immer um beides: die Zahlen und das Gefühl. Das will man in Deutschland in vielen Firmen immer noch nicht so wirklich hören. Es soll doch immer um Kopf gehen und nicht um Bauch. Diese Zeiten sind aber wirklich vorbei. Also auch wieder eine Chance für die, die auf ihren Bauch hören können und das endlich auch „offiziell“ dürfen.

Kultur ist nicht stabil im Sinne von unveränderbar, sondern verändert sich mit jedem neuen Gesicht an Bord, egal, ob es kommt oder geht. Kultur verändert sich vor allem über Zeit und verbindet viele Dinge. Die Gemeinschaft und die Werte sorgen dafür, dass der Sinn der Arbeit im Unternehmen klar ist. Und danach entscheiden sich die Menschen. Sie bleiben heute nicht mehr in einer Firma oder gehen in ein Unternehmen, in welchem sie nicht ganz deutlich den Sinn ihrer Arbeit erkennen können. 

 

Menschen lieben Flexibilität und Stabilität

Wenn man zwischen zwei Positionen wählen kann, wird man meist die flexiblere Aufgabe wählen, sprich hybrides Arbeiten einem reinen Präsenzarbeiten vorziehen. Alleine die Möglichkeit zu haben, von zuhause zu arbeiten, macht für Viele schon den Unterschied. Inwieweit sie es dann wirklich in Zukunft nutzen, steht auf einem anderen Blatt. Es klingt ja zunächst einmal paradox von dem Wunsch nach Flexibilität aber gleichzeitig auch nach Stablilität zu sprechen. Genau das ist aber einer der Balanceakte, die es zu bewältigen gilt.

Selbstverständlich spielt der Status Quo eine wichtige Rolle. Ist ein großes Vertrauen, eine Stabilität im Unternehmen vorhanden, stimmt einfach die Basis und diese ist nicht so schnell zu erschüttern. Ist dies nicht vorhanden oder handelt es sich um ein neues Unternehmen oder neues Team, ist mobiles, virtuelles oder flexibles Arbeiten erst einmal schwieriger. Dann dauert der Kulturwandel oder – aufbau eben ein bißchen länger – das ist auch kein Weltuntergang.

 

Vertrauen ist ein sensibles Thema 

Vertrauen ist, neben dem Sinn oder Pupose, ein viel diskutierter Begriff und ein sensibles Thema. Wie weit kann das Vertrauen gehen? Klar ist, dass Menschen Strukturen brauchen und psychologisch gesünder sind, wenn sie Strukturen haben. Somit sollte man sich auch das Thema Führung anschauen. Damit meine ich nicht die inhaltliche Führung, sondern eher die Haltung, sich um den Mitarbeitenden zu kümmern, seine Sorgen und Nöte zu sehen und sowohl für Wachstum, wie auch für Resilienz zu sorgen. Gemeinsam eine Motivation zu haben, einen Sinn der Arbeit, sorgt dafür, dass auch Diversität viel besser ankommt und Vertrauen viel schneller aufgebaut werden kann.

 

Technologie alleine bringt uns nicht nach vorne – aber sie hilft

Es wird in den Medien weiterhin davon gesprochen, dass unsere Welt immer schneller wird und sich die Verdichtung von Arbeit durch Digitalisierung und Virtualisierungssoftware verstärkt. Ist es gerade dann nicht besonders wichtig, dass wir uns umeinander kümmern? Dass wir manchmal auch die Geschwindigkeit herausnehmen? Nicht umsonst ist die mentale Gesundheit immer mehr in den Fokus der Diskussion rund um Arbeitsplätze gerückt. Diese im Unternehmen genau anzuschauen, halte ich für eine wichtige Führungsaufgabe. An dieser Stelle Haltung zu zeigen, macht Sinn.

 

Immer geht es auch um Geld

Kulturentwicklung kostet Geld. Sie kostet die Zeit der Mitarbeiter und sie kostet viele Nerven. Das haben die meisten Unternehmen erkannt und beachtliche Budgets dafür freigestellt. Nicht nur namhafte Firmen setzen auf Wohlfühlen am Arbeitsplatz und entwickeln, wie Google schon im Herbst 21, ein Wellbeing-Manifesto. Damit schließt sich dann der Kreis. Mit dem Wohlfühlen der Mitarbeiter, der Stabilität und dem Sinn der Arbeit, entwickelt sich mit Wir-Gefühl und Vertrauen, auch in hybriden Arbeitsumfeldern, die Kultur weiter nach vorne.

Kultur wird dabei immer greifbarer, immer transparenter, immer messbarer und immer diskussionsfähiger. Findest Du nicht, dass das eine gute Nachricht ist?

#HybridesArbeiten #Kulturwandel #Change

 

Eine gute Zeit für Dich und liebe Grüße

Deine Susanne

P. S. Wie gestaltet sich gerade Deine Zukunft im Office? Ich freue mich, wenn Du sie mit mir teilst!

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