Warum gerade jetzt dieses Thema?
„New Work“ ist längst mehr als ein Modewort. Viele können es nicht mehr hören aber es steht für einen tiefgreifenden Wandel in der Arbeitswelt, der unsere Räume, unsere Unternehmenskulturen und unsere Arbeitsweisen verändert hat und weiterhin verändert. Dieser Wandel wurde durch die Digitalisierung vorangetrieben und aktuell ganz besonders durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz weiter nach vorne katapultiert. Die Frage ist: Was bedeutet New Work wirklich – und warum ist es für Unternehmen heute immer noch so entscheidend, sich damit auseinanderzusetzen?
Ursprung und Philosophie
Der Begriff „New Work“ geht auf den Philosophen Frithjof Bergmann zurück. Seine zentrale Botschaft lautete: „Tue, was du wirklich, wirklich willst.“ Bergmann wollte Arbeit neu denken – weg von reiner Existenzsicherung hin zu einer Tätigkeit, die Sinn stiftet. Für ihn waren Selbstbestimmung, Freiheit und Sinnhaftigkeit die Grundpfeiler einer neuen Arbeitswelt. Später griffen Vordenker wie Simon Sinek die Idee des „Purpose“ auf und machten sie zum zentralen Element moderner Unternehmensführung. Arbeit sollte nicht nur Mittel zum Zweck sein, sondern einen echten Beitrag zur persönlichen Erfüllung leisten.
Die Dimensionen von New Work
New Work ist kein einzelnes Konzept, sondern ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung von Flexibilität deutlich gemacht. Heute geht es nicht mehr nur darum, was wir tun, sondern auch wie, wann und wo wir arbeiten. Arbeitszeit und Arbeitsort sind variabel geworden, hybride Modelle sind längst Standard.
Technologie spielt dabei eine Schlüsselrolle. Digitalisierung ist der Enabler von New Work – ohne digitale Tools, Cloud-Lösungen und Kollaborationsplattformen wäre ortsunabhängiges Arbeiten nicht möglich. Künstliche Intelligenz und Automatisierung verändern Prozesse und eröffnen neue Möglichkeiten für Effizienz und Kreativität.
Doch Technologie allein reicht nicht. Die Unternehmenskultur ist die Basis für New Work. Sie setzt auf Vertrauen statt Kontrolle und wird durch agile Methoden unterstützt. Führung verändert sich: weg vom autoritären Chef hin zum Dirigenten, der Teams befähigt und inspiriert.
Auch die Gestaltung von Arbeitsräumen ist ein zentraler Bestandteil. Räume sind heute strategische Werkzeuge, die unterschiedliche Arbeitsmodi ermöglichen – von konzentriertem Arbeiten bis hin zu kreativer Zusammenarbeit. Konzepte wie Activity-Based Working, Multi-Space und Zonierungen für Fokus und Kollaboration sind Ausdruck dieser Entwicklung.
Trends und Erfolgsfaktoren
New Work – oder sollten wir es inzwischen anders nennen? – entwickelt sich ständig weiter. Hybride Arbeit ist zur Normalität geworden, Smart Offices nutzen Technologien und KI für mehr Effizienz. Gleichzeitig rücken Themen wie Nachhaltigkeit und Wellbeing in den Vordergrund. Menschen wollen sich im Büro wohlfühlen, denn ein angenehmes Umfeld steigert Motivation und Produktivität. Hier kommen dann auch Themen wie Biophilic Design ins Spiel, Materialität und vieles andere ins Spiel.
Ein Blick in die Zukunft
Die Arbeitswelt bleibt in Bewegung. Virtuelle Büros ermöglichen globale Zusammenarbeit egal von wo, KI-Assistenten übernehmen Routineaufgaben, und Ko-Kreation wird zum Standard für Innovation. Unternehmen, die diese Entwicklungen aktiv gestalten, sichern sich nicht nur die besten Talente, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Was bedeutet das für Unternehmen?
New Work ist kein fertiges Konzept, das man einfach überstülpen kann. Es geht um Individualität und passgenaue Lösungen. Die entscheidende Frage lautet: Welche Chancen und Herausforderungen bringt New Work für uns – und wie nutzen wir sie?
Wir entfernen uns immer mehr von starren Blueprints und kommen einer Arbeitswelt näher, die auf die Bedürfnisse von Menschen und Teams eingeht. Egal ist dabei, ob wir es wirklich noch New Work nennen.
Future Workspace Trends

