Während der Pandemie haben wir „ganz von selbst“ Multispace zu Hause “gelebt”. Oft vielleicht, ohne es zu merken. Und viele Menschen fanden das wohl gut, da ungefähr ein Drittel dieser Arbeitnehmer aktuell angeben, in Zukunft gerne einpaar Tage im Home Office bleiben zu wollen. Diesen Trend 7 hatte ich schon vor der Pandemie beschreiben. Er ist genauso eingetreten, wie ich mir das vorgestellt hatte und wurde vom Geschehen rund um Covid19 zusätzlich katalysiert.

Während wir also zuhause waren, ging es oft zum Lesen auf die Couch, zum Abarbeiten an den Küchentisch und zum langen Telefonat sind wir durch den Wald gelaufen. So macht das Zuhause in gewisser Weise dem Workplace Konkurrenz, da wir uns hier schließlich zusätzlich zuhause fühlen und flexibel agieren können. Folglich muss das Büro der Zukunft es schaffen, in den nächsten Monate Loyalität zu steigern und die Bindung zum Unternehmen herzustellen. Sonst wird es wohl schwierig mit der Motivation im „New Normal“.

 

Arbeit mit mehr FreiRaum

Witzig: Mein Buch hatte ich eigentlich garnicht so bewußt FreiRaum genannt. https://diary.digital/produkt/freiraum/. Und als ich es geschrieben habe, konnte ich die Tragweite des Titels noch garnicht absehen. Wer hätte auch gedacht, dass uns eine Pandemie komplett aus der Bahn wirft – privat, wie geschäftlich.

Jetzt ist Freiraum genau das, was Menschen zu schätzen gelernt haben. Nicht nur die kleinen Dinge des Lebens sind wieder in den Vordergrund getreten, Zwischenmenschliches wurde wieder wichtig und man hat sich seinen eigenen Weg durch diese turbulente Zeit organisiert. Nicht mehr jeden Tag ins Büro zu müssen hat sicher zunächst einmal für viel Verunsicherung gesorgt, uns letztendlich aber neue Wege und Möglichkeiten gezeigt.

Warum sollte ich wieder zurück gehen?

Büros können also keinesfalls so bleiben. Sei es in Ihrer Optik, in Ihrer Struktur und auch in den Arbeitsmodalitäten, in welchen sie früher genutzt wurden. Jetzt sind wir definitiv einen Schritt weiter. Und nicht nur in der Digitalisierung, den Arbeitsweisen, sondern auch im persönlichen Mindset.

Unsere Bürowelten müssen also wieder spannender werden. Sie müssen vor allem die Möglichkeit zur Kommunikation und Kollaboration geben. In den letzten Monaten haben viele Menschen darüber nachgedacht, den Arbeitsplatz zu wechseln und sich dies für 2021/2022 sogar vorgenommen. In dem wir unsere Arbeitswelt attraktiver gestalten, mehr Möglichkeiten zur Wahl stellen, desto eher können wir Mitarbeiter halten. Schließlich sind diese das Wichtigste im Unternehmen. Und es ist immer teuer Mitarbeiter zu verlieren, beziehungsweise Neue zu finden.

Besonders wichtig ist dies, da also immer mehr Freelancer auf den Markt kommen, immer mehr Kurzzeitverträge geschlossen werden und Menschen im Home Office schätzen gelernt haben, ihr eigener Herr zu sein. Warum also weiterhin fest arbeiten?

 

Ansprüche der Mitarbeiter werden höher

Im Home Office hat man es sich schön eingerichtet, wenn man dann konnte. Man hat sich neue Möbel angeschafft, eine neue Ecke zum Arbeiten eingerichtet oder einfach nur die Farben im Büro zuhause verändert. Klar, dass man sich um so etwas kümmern musste, da so viele Videokonferenzen anstanden. Man möchte sich schließlich positiv darstellen.

Jetzt wieder zurück ins Office, wo wir uns nun mal einfach nie so zu Hause fühlen, wie im eigenen Zuhause? Das kann klappen, wenn das Arbeitsumfeld nach Multispace ausgerichtet ist. Denn das haben wir im Home Office ja jetzt gelernt. Wir suchen uns den Ort, der am besten zu unserer Aufgabe verpasst. Und das ist im Office @home so einfach – und niemand schaut zu. Wenn ich recherchieren möchte, dann setze ich mich ganz gemütlich auf mein Sofa. Kein Chef, der maulen könnte.

Ich weiß, ich habe ein langes Telefonat vor mir, dann laufe ich übers Feld oder durch den Wald oder vielleicht einfach nur durch die nächstgelegenen Straßen. So habe ich Bewegung und Arbeit gleich miteinander verbunden. Achtsamkeit kann ich also ganz einfach schon in meine Aufgaben einbauen, was im Unternehmen nicht so leicht fällt. Muss ich konzentriert arbeiten, und vorausgesetzt ich habe kein Homeshooling zu Hause – oder andere Dinge die mich ablenken, wie zum Beispiel die Hausarbeit – dann setze ich mich in mein Büro oder an meinem Schreibtisch. Easy. Aber nicht jeder hat den Luxus eines eigenen Büros. Fragen über Fragen.

 

Work Live Blending erwünscht?

So verstärkt sich immer weiter unser Work Live Blending: das Verschmelzen von unserem Privatleben mit der Arbeitssituation. Wir wollen es im Büro genauso schick haben wie Zuhause. Wir wünschen uns, dass die Flexibilität der letzen Monate bleibt. Umfragen zeigen, dass die meisten Arbeitnehmer 2-3 Tage im Home Office bleiben wollen. 

Hierbei stellen wir jetzt schon Veränderung bzgl. Kleidung, Umgangsformen und letztlich auch dem Büroausstattung fest. Wie immer gibt es zwei Seiten der Medaille: Es gibt die, denen es wichtig ist, Privat und Geschäft zu trennen. Und es gibt die, die sich freuen, alles unter einen Hut bringen zu können. Es bleibt abzuwarten, wie individuell die Arbeitswelt noch werden kann und wievielt Learnings aus Corona wirklich langfristig bleiben. Ich hoffe, eine ganze Menge!

#HomeWork #WorkLiveBlending #KonkurrenzImEigenenHaus

 

Eine gute Zeit und liebe Grüße

Deine Susanne

 

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